Die Insel Helgoland

Die Insel Helgoland ist ca. 1,5 Quadratkilometer groß und liegt in der südlichen Deutschen Bucht rund 50 km vom Festland entfernt. Als einzige deutsche Felsinsel der Nordsee ist sie sowohl aus geologischer als auch aus biologischer Sicht von herausragender Bedeutung. 

Die Hauptinsel besteht aus Bundsandstein, dessen rote Färbung auf einen hohen Anteil von Eisenoxid zurückgeht.
Ihr roter Fels ragt ca. 60 Meter über die Wasserlinie empor und ist erheblich älter als das Ausgangsgestein der übrigen Nordseeinseln. Als Besonderheit kommen hier einige einheimische Wildformen unserer Kulturpflanzen vor. Die wilde Rübe ist z.B. Vorläufer unserer heutigen Zuckerrübe, der Runkelrübe, der Roten Beete und des Mangolds. Der Klippenkohl ist Vorfahr vieler Kohlsorten. 

Klippenkohl  


Vogelbeobachtung und Meeresforschung

Die Zugvogelforschung hat auf Helgoland eine lange Tradition und ist durch die Arbeit der "Vogelwarte Helgoland" weltweit bekannt geworden. Vom Frühjahr bis in den Sommer fasziniert die Insel durch ca. 7500 Brutpaare verschiedener Seevögel, die dicht gedrängt auf den schmalen Felsbändern sitzen. Das Felswatt, das bei Ebbe sichtbar wird, bietet durch seine Artenvielfalt und Farbenpracht außergewöhnliche Beobachtungsmöglichkeiten. Wissenschaftler der Biologischen Anstalt Helgoland betreiben hier Meeresstudien. Um die Vielfalt der Lebensräume zu erhalten, wurden zwei typische Biotope unter Naturschutz gestellt:


Fotos: Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege
des Landes Schleswig-Holstein
Realisation: HeydornOnline 1999