Das Buttermoor zwischen Pinneberg und Wedel

Das ca. 105 ha große Buttermoor, das aus den Teilen Butterbargsmoor, Ohlen Kuhlenmoor und Buttermoor besteht, liegt in einem Dreieck zwischen Holm, Pinneberg-Waldenau und Wedel auf der Pinneberger Geest. Das Naturschutzgebiet ist Rest einer noch vor 100 Jahren recht großräumig zusammenhängenden Moor- und Heidelandschaft und gehört zu den nähstoffarmen Heidemooren mit Resten hochmoortypischer Vegetation.

Die "Große Blenke" im Buttermoor ist ein durch Abtorfung entstandener See, der von Kiefern und Birken umgeben ist. Foto: Hilde Dalldorf
Das Buttermoor ist durch bäuerlichen Torfstich und Plaggenhieb stark in seiner Mächtigkeit reduziert worden. Auf feuchten Flächen bildet sich das Hochmoor durch Torfmooswachstum allmählich nach, in Anmoorbereichen sind neben Glockenheide und Pfeifengras auch Birken- und Kiefernbestände zu finden. Die Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen umfassen die Pflegemahd von Pfeifengras- und Heideflächen, das Verfüllen alter Entwässerungsgräben und die teilweise Entfernung von Gehölzbeständen (Entkusselung).

Ein Paradies für Insekten und Vögel

Das Buttermoor ist ein besonders artenreicher Lebensraum mit seltenen Feucht- und Trockenstandorten. So konnten über 500 Schmetterlingsarten, 66 Stechimmenarten (Wildbienen etc.), 58 Schwebfliegenarten und 20 Libellenarten belegt werden. 
 

Die Schutz- und Regenerationsmaßnahmen zielen darauf ab, den Bestand an Vögeln, Fledermäusen, Reptilien und Amphibien zu erhalten und zu erweitern. Heute leben z.B. noch Moorfrosch, Grasfrosch, Wasserfrosch, Waldeidechse, Ringelnatter und Blind- schleiche im Moor. Vier Fledermausarten nutzen das Gebiet aufgrund seines Insektenreichtums als Jagdrevier.

Auch wenn in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Vogelarten verschwanden, hat das Buttermoor nach wie vor große Bedeutung für Brut- und Rastvögel.
Krickente, Kiebitz, Bekassine und Wasserralle brüten hier, Brachvogel, Schwarzstorch, Kranich, Fischadler und Rohrdommel sind als Rastvögel beobachtet worden.
 

In den trockenen Bereichen kommt die Besenheide
(Calluna vulgaris) vor.
Foto: Hans-Jürgen Raddatz

Realisation: HeydornOnline 1999